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Micra - Bringt Alltagstauglichkeit und Charakter in Einklang
Gegen den Konkurrenten Mini Cooper SE setzte sich der Nissan Micra in einem Vergleichstest von „auto, motor und sport“ (Ausgabe 11/2026) durch. Der Micra überzeugte, weil er einem ausgeglichenen Ansatz folge, der Alltagstauglichkeit und Charakter in Einklang bringt. Mit beiden Fahrzeugen seien zwei Konzepte im Test gewesen, die sich sprachlich wie kulturell auf ähnliche Ursprünge berufen - und sie im elektrischen Zeitalter neu interpretieren müssen.
„Der Micra rutscht gedanklich zunächst in die vertraute Pragmatismus-Ecke, wo man seine verbrennerischen Vorgänger bis 2022 verortet hat. Vernünftig, effizient, unauffällig - so die Erwartung. Doch dann steht man vor dieser Front mit dem bewusst inszenierten Kindchen-Schema. Plötzlich wirkt das nicht mehr nüchtern, sondern vielmehr charmant“, heißt es in dem Bericht. Mitten im engen, streng kalkulierten Rahmen der Elektro-Kleinwagen sollte ein Auto entstehen, das frech auftrete und Spaß mache.
Bei der Reichweitenplanung sollten potentielle Käufer nicht mehr als 300 Kilometer veranschlagen, denn die Akkus in beiden Modellen würden nur um die 50 kWh speichern. Geladen werde, wie so häufig in den unteren Elektroklassen, ohne Ambitionen. Elf Kilowatt Wechselstrom, um die 100 Kilowatt Gleichstrom - das reiche an der heimischen Wallbox über Nacht, zwinge in Kombination mit überschaubarem Elektronenspeicher auf der Langstrecke aber zu einem eigenen Zeitverständnis. Eines, das weniger vom Fahren als vom Planen abhänge.
Die Platzverhältnisse lägen im Micra gefühlt eine Klasse über dem Cooper, was vor allem an der doppelten Anzahl an Zugängen liege. „Er nutzt seine konzeptionellen Vorteile als Viertürer, bietet mehr Alltagsspielraum.“ Trotz kleiner Nachlässigkeiten zeige sich ein spürbarer Wille zur Hochwertigkeit. Materialien wie Kunstleder gäben sich Mühe, wollten glänzen. Ebenso wie die Bedienlogik der Klimaanlage: Sie durfte noch analog bleiben.
Der eigentliche Kern dieses Vergleichstests sei jedoch das Fahren selbst. „Der Micra überrascht hier nachhaltig, weil er als Schwestermodell des Renault 5 den Gedanken der frankophilen Leichtfüßigkeit erzeugt. Er drängt sich nicht auf, er lädt ein. Vom ersten Meter an entsteht ein Fluss, der sich nicht über ein Streben nach Schärfe definiert, sondern nach Stimmigkeit - und damit einen eigenen Fahrspaß erzeugt“, so der Eindruck von „auto, motor und sport“. Die Lenkung reagiere weniger vordergründig als im Mini, gewinne dadurch aber an Ruhe. Kein Zappeln, kein künstliches Zuspitzen - stattdessen ein präzises, gelassenes Einlenken, das Vertrauen schaffe.
Das Fahrwerk bleibe straff genug für Kontrolle, aber nachgiebig genug für den Alltag. Unebenheiten werden sortiert, nicht zelebriert. „Der Micra fährt für einen E-Kleinwagen flott genug, ohne ähnlich prahlerisch loszulegen wie der Mini, nimmt sich viermehr so weit zurück, dass vorwiegend die Bewegung selbst bleibt“, betont das Magazin.
Am Ende verdichte sich dieser Vergleich zu einer Frage des Selbstverständnisses. Der Micra wirke zunächst wie eine rationale Wahl, entpuppe sich aber beim Hineinzoomen in seine inneren Werte als das stimmigere Gesamtpaket. Ausreichend effizient, ausreichend schnell, ausreichend komfortabel - mit genau jener Dosis an Charakter, die sich im Alltag ebenso wie im Vergleichstest behauptet. „Gerade diese unaufgeregte Gewichtung essenzieller Eigenschaften überzeugt am Ende mehr als jede noch so konsequent zugespitzte Auslegung“, so das Urteil. (konjunkturmotor.de - Redaktionsdienst, KK, Mai 2026)
Verbrauchs- und Emissionswerte nach WLTP:
kombinierter Energieverbrauch: 14,2 kWh/100 km, CO2-Ausstoß: 0 g/km, CO2-Klasse: A
kombinierter Energieverbrauch: 14,7 kWh/100 km, CO2-Ausstoß: 0 g/km, CO2-Klasse: A
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